Eine Woche Monte Rosa Gebiet
August 2001

Teil 1: Macugnaga - Gressoney

Einleitung und Anreise

Die Tour nah am Alpenhauptkamm hatte ich schon einige Jahre vorher zusammengestellt, mindestens einer von uns hatte immer keine Zeit. Gemeinsamer Höhepunkt für uns beide war der 3132m hohe Mount Pinter einer der schönsten Aussichtsgipfel in den Alpen. Seit den Pyrenäen 1993 hatten wir versucht einen dreitausender zu erwandern. Immer war es noch zu früh im Jahr und es hatte zu viel Schnee. Eigentlich hatten wir uns eine 3400m hohe Hütte als höchsten Punkt ausgeguckt. Aber meistens kommt es anders und der Mt. Pinter hat uns mehr als entschädigt. Dirk ist dann noch den etwas ausgesetzten Weg zum Nachbargipfel dem 3315m hohen Testa Grigia hoch und hatte damit noch etwas bessere Sicht. Für mich sind die ausgesetzten Stücke nicht unbedingt etwas. Seit einem Erlebnis in den Dolomiten vermeide ich solche Passagen möglichst. Alle Tage waren ungemein anstrengend.

1. Tag

Mit dem Bus ging es von Domodossola bis ins Macugnagatal hoch bis zum Ortsteil Borca. Nach einem üppigen Essen und etwas viel Hauswein für Dirk haben wir gerade mal noch 100 Höhenmeter geschafft. Eine wunderschöne Stelle neben einem Bergsee nutzen wir schon am frühen Nachmittag zum Ausruhen von der anstrengenden Nachtzugfahrt und dem üppigen Mahl.

2. Tag

Am nächsten Tag ging es 1400 Höhenmeter auf dem Walserweg über den Passo del Turlo und auf der anderen Seite wieder auf 1575m runter zum Rif di Pastore, wo wir auf einer fest montierten Holzplatte (damit eben) mit geliehenen Nägeln als Heringsersatz unser Zelt aufbauten. 10.000 Lire pro Person war uns die Dusche wert. Als die Nudeln auf dem Trangia gar waren, war es schon dunkel. Zur Entspannung ging es noch eine Stunde in die bewirtschaftete Hütte.

3. Tag

Der nächste Morgen hat uns mit blendendem Sonnenschein und traumhaftem Blick auf die uns umgebenden hohen Berge. Heute stand der Col d Olen 2881m auf dem Plan. Bis auf eine zwischenzeitliche Abkühlung (leider gerade bei der großen Pause auf 2400m) war der Aufstieg wunderbar. Vom Col aus konnten wir sogar Gemsen beobachten. Im Rif d Lys gab es vor dem erneuten Abstieg für mich noch eine Suppe. Mit einem sehnsüchtigen Blick zurück in die heimelige Atmosphäre der Hütte ging es dann bei strahlender Sonne extrem Steil die 500 Höhenmeter runter nach Tschaval. Eine Unterkunft haben wir dort leider nicht gefunden. Und so sind wir das Gressoney-Tal hinunter gelaufen, auf der Suche nach einem Platz für das Zelt oder einer Pension. Südlich von Tschaval hatte dann ein Deutscher Urlauber Mitleid mit uns und hat uns mit seinem Geländewagen nach Gressoney la Trinite in ein Hotel hinunter gebracht. Wieder Glück gehabt. Dort haben wir dann unsere Pläne in Richtung Mt. Pinter geändert.

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Über Anregungen und Kommentare freut sich Siegfried Schlawin .

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